Behandlung
von T.
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| Haltung
im Alter von einem Monat |
T.
hat nach der Geburt 8 Monate nur geschrieen. Keiner wußte, was ihm fehlte.
Irgendwann konnte ich es nicht mehr mit Blähungen oder Zahnen erklären. Völlig
erledigt habe ich immer wieder die Kinderärztin aufgesucht. Nichts war dem Neugeborenen
recht zu machen. Hinlegen konnten wir ihn nicht. Nur, wenn er beim Stillen eingeschlafen
war, konnte ich ihn ins Bett legen, ansonsten mußte er getragen werden.
Er wollte auch nicht auf dem Bauch liegen. Mit 3 Monaten hat er sich schon auf
die Füße gestemmt, und hat früh gesessen und spät gekrabbelt (erst nach der Atlastherapie)...
Dann hatte die Kinderärztin nach Ausschluß aller Faktoren die Diagnose Kiss-Syndrom
gestellt, und eine Überweisung zum Orthopäden geschrieben.
Damals 1998 gab es nur einen Artikel zum Kiss-Syndrom im Internet.
Wir fuhren zu dem Orthopäden. Er ist (leider verstorben) Facharzt für Orthopädie,
Chirurgie, Atlastherapie mit Spezialausbildung manuelle Kinder- und Säuglingsbehandlung
gewesen. Dr. Lensch hat uns den Verdacht der Kinderärztin bestätigt.
Ein kurzer Impuls auf den Atlas (nach eingehenden Voruntersuchungen und Röntgenaufnahmen)
und ich hatte in der nächsten Minute einen "neuen" Sohn: sonnig
und ausgeglichen.
Er schrie nicht mehr, außer zu üblichen Gelegenheiten,
ließ sich auf den Bauch legen...
Es war wie ein Wunder!!!
Zur Vorgeschichte gehört auch die Erwähnung der dramatischen und traumatischen
Geburt (Zange und Saugglocke im OP) mit Folge von Schiefhals, Muskelriß
mit Hämatom (Bluterguß) am Hals...
monatelanger krankengymnastischer
Behandlung nach Vojta und Bobath...
T.
wurde erstmals mit 8 Monaten (1998) nach Arlen behandelt, dann ab 2002 nach Gutmann/Biedermann
(Hio-Technik).
Behandlungsverlauf kurz:
Erste
Behandlung Oktober 1998 (siehe oben)
In der Zeit zwischen 1998 und 2002 wurde er mehrmals am Atlas behandelt. Jeweils
gab es eine deutliche Besserung, die aber meist nur ein Jahr oder ein halbes stabil
blieb.
Der
Besuch bei Dr. Koch in Eckernförde ergab, dass unser Sohn eigentlich mittlerweile
einen stabilen Atlas hatte, aber der Axis/ C² einfach noch eine Funktionsstörung
aufwies.
Ein
halbes Jahr später waren fast alle motorischen Defizite von 1,5 Jahren ausgeglichen
und auch seine psychische Stabilität war hergestellt.
Im
Sommer 2003 und im Oktober 2006 und 2007 wurde er von Dr. Sacher, Dortmund nochmals
behandelt.
T.
ist leider aufgrund seiner Problematik (Muskelriss und Schiefhals, Atlasdysplasie,
sowie ein gebrochenes Bein mit unterschiedlichem Längenwachstum) ein "Härtefall",
denn wir müssen nun doch weiterhin etwa alle 1,5 Jahre seinen Hals kontrollieren
lassen.
Inzwischen
wurde er richtig gut in Sport, aber bei langem Sitzen macht ihm der Rücken
Probleme und derzeit erhält er Krankengymnastik.
Was
mir deutlich aufgefallen ist:
Die
häufigen Behandlungen nach Arlen sind offenbar nur notwendig, wenn z.B. der
Axis oder auch der C² einfach noch eine Funktionsstörung aufweisen.
Daher würde ich aus heutiger Erfahrung auch durch die unzähligen Elternberichte
anderer Kinder mit ähnlich gelagerter Problematik immer die manuelle Therapie
nach Gutmann, also die HIO-Technik wählen.