Behandlungsverlauf
Hier
ein Bericht über Oliver:
Oliver
wurde in der 41. Woche per Kaiserschnitt entbunden. Er hatte sich in der sog.
Steiß-Fuß-Lage bequem gemacht und so war eine normale Entbindung nicht
möglich.
Die ersten Lebensmonate waren sehr anstrengend, da er sehr viel
spukte und auch schrie.
Die Kinderärzte taten es als Drei-Monats-Koliken
ab und wir sollten abwarten, das gibt sich.
Oliver hatte auch so seine Lieblingsseite,
er rollte sich über die Linke Seite und "fäustelte" sehr lange.
Seine Linke Körperhälfte war immer die passivere.
Optisch war nichts
zu erkennen, also kein Schiefhals.
Nach etwas 8 Monaten entspannte er sich
die Lage, er schlief besser ein und schrie auch nicht mehr ganz so viel.
Laufen
lernte Oliver mit 1 Jahr und 1 Woche. Das klappte eigentlich auch ganz gut. Sehr
schnell folgte auch das sprechen. Sehr deutlich und mit einem großen Wortschatz.
Mit ca. 3 Jahren (Olivers Schwester wurde geboren) kamen dann die ersten Auffälligkeiten.
Er lief vermehrt auf Zehenspitzen und fing an zu stottern.
"Angewohnheit
und Entwicklungsstottern gab man uns zur Antwort."
Aber mir ließ
das alles keine Ruhe. Er hatte ein ähnliches Gangbild wie sein Vater, das
brachten wir aber noch nicht in irgendeinen Zusammenhang.
Mit den immer wieder
kehrenden Fieberschüben konnten die Ärzte auch nichts anfangen. Virusbedingt
hieß es dann!
Was folgte waren KG nach Bobath und schließlich
eine Untersuchung im St. Josef-Hospital in Bochum. EKG, Nervenleitgeschwindigkeit,
Lumbalpunktion und Botoxspritzen. Immer mit dem Verdacht, es könnte was im
Gehirn sein.
Wenn ich daran zurückdenke, wie tapfer Oliver das alles
hat mit sich machen lassen, das bleibt mir heute noch die Luft weg.
Schließlich
gab es kein Ergebniss, Oliver war in deren Augen gesund.
Eine hier ansässige
Psychologin empfahl uns dann noch Cranio-Sakrale-Therapie.
Die Threapeutin
sprach das erste Mal von einer Blockade, aber wer ahnungslos ist, kann sich darunter
nichts vorstellen.
Zudem muß ich noch sagen, das Oliver nie ein Kind
war, mit dem man schmusen konnte, körperlicher Kontakt war ihm immer zu viel.
Das einzige was er richtig geniessen konnte, war, ihm den Rücken zu kraulen.
Die Therapie haben wir dann etwas 6 mal gemacht, aber Oliver wollte das alles
nicht mehr. Er wollte einfach nur in Ruhe gelassen werden.
Das taten wir dann
auch.
Oliver war immer ein sehr offenes Kind und hat auch viele Freunde, aber
wenn er in direkter Konfrontaion mit Kindern kam (balgen o.ä.) zog er sich
zurück, er merkte, das er nicht so konnte wie die anderen.
Und dann kam
die Wende in seiner Geschichte. Im Sommerurlaub machte mich eine Bekannte auf
das Kiss-Syndrom aufmerksam. Gehört hatte ich schon davon. Ich informierte
mich im Internet und kam auf die Kiss-Kid-Seite. Und siehe da, das passte alles
so gut auf Oliver. Ich sah die Ärzteliste durch und hatte innerhalb von 6
Wochen einen Termin bei Dr.Sacher.
Nach der 1. Behandlung war Oliver ein ganz
anderes Kind. Er geht mittlerweile in die Schule und hat sehr viel Spaß
daran. Er sucht die Konfrontation mit den anderen Kindern und setzt seine Meinung
auch deutlich durch.
Doch das allerschönste ist, wenn er zu mir kommt
und sagt: Komm Mama wir kuscheln, ich hab Dich ganz doll lieb!